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Risikoreichere Anlagen weiterhin im Aufwind

Fidelity Wealth Expert

Fidelity Wealth Expert - Investment Team

 

Schlüsselthemen

1) Es ist unwahrscheinlich, dass China noch einmal zum Schwungrad der Weltwirtschaft wird

Im Vergleich zu den großen Stimulierungspaketen der Jahre 2009 und 2015/16 ist die Ausrichtung der Maßnahmen diesmal deutlich gezielter. Sie werden ihre Wirkung daher nicht in der Weltwirtschaft entfalten, sondern sehr gezielt die chinesische Wirtschaft beflügeln, die nun, nach einer Phase des schmerzhaften Schuldenabbaus, wieder an Fahrt aufnimmt.  

2) Vorsicht: ein fortwährender Wachstumsschub hat auch seine Kehrseite

Das anhaltende Weltwirtschaftswachstum könnte auch zu einem Anstieg der Inflation führen. Der Markt scheint diese Möglichkeit zu übersehen. Wir übersehen sie nicht. In Verbindung mit einer anhaltend lockeren Geldpolitik und einer niedrigen Arbeitslosenquote, könnte sich eine steigende Inflationsrate auf festverzinsliche Vermögenswerte negativ auswirken. Ein robuster Konsum und günstige Kredite stärken die wirtschaftliche Entwicklung. Festverzinsliche Anlagen profitieren jedoch nicht vom Wirtschaftswachstum. Ihre Rendite fällt weiterhin verhältnismäßig moderat aus.  Steigt parallel dazu die Inflationsrate, so sinkt die reale Kaufkraft und die ohnehin schon geringe Rendite wird durch den realen Wertverlust zusätzlich marginalisiert.    

Neben festverzinslichen Anlagen investieren unsere Finanzexperten daher auch in Finanzwerte, Gold und inflationsgebundene Anleihen: Finanzinstrumente, die sich in ihrer Performance unterschiedlich zur Zinsentwicklung, zum Wirtschaftswachstum und zur Inflation verhalten können und sich daher zur Absicherung vor möglichen Entwicklungstendenzen eignen.

Neue Höchststände im US-Aktienmarkt 

Wir erreichen das Jahresende und der Aufwärtstrend risikoreicherer Anlagen hat sich unvermindert fortgesetzt. Regelmäßig erreichte der US-Aktienmarkt im vierten Quartal neue Allzeithöchststände. Mit der Erholung der Aktienmärkte haben sich auch die Renditen von Staatsanleihen von ihrem Abwärtstrend im Jahr 2019 gelöst. Diese Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass die positive Kursentwicklung an den Börsen nicht spurlos an den Anlegern vorüber gegangen ist. Es scheint als würden sie Vertrauen fassen und dem Markt zumindest kurzfristig einiges zutrauen. 

Doch die Aktienmärkte sind schwer kalkulierbar. Sie verhalten sich, als würde sich das weltweite Wachstum aufblasen, wenn die Wirtschaftsdaten abflachen. Die Beziehung zwischen Daten und Marktentwicklung ist nicht wirklich kohärent. So wächst langsam die Sorge in unserem Team, dass die Anleger an den Aktienmärkten - vom Erfolg verwöhnt - ein wenig zu selbstgefällig und möglicherweise zu unbekümmert sind. 

Andererseits bedeuten schwächere Wirtschaftsdaten natürlich auch, dass die Zentralbanken in die Entwicklung weiterhin eingreifen. Ende 2018 straffte die Federal Reserve (Fed) ihren Kurs und hob die Zinsen an. Die Folge war ein massiver Ausverkauf von Risikoaktiva. Die Bewegung von einer eher ruhigeren Phase der Fed hin zur Zinssenkung im Jahr 2019 bescherte den Märkten deutlichen Rückenwind. 

Da die Wirtschaftsdaten schwächer werden, können wir davon ausgehen, dass der Faktor Fed im Spiel bleibt. Uns beruhigt das, denn es wirkt unserer Besorgnis hinsichtlich der Differenz zwischen Märkten und wirtschaftlichen Fundamentaldaten entgegen. Der Aufruf zum Kampf gegen eine gelddruckende Fed ist unserer Meinung nach ein kühnes und nur schwer kalkulierbares Wagnis. Wir vertrauen lieber darauf, dass die Geschichte vom Kampf gegen die Deflation eine Erfolgsgeschichte wird. 

Schlüsselpositionen genau beobachten 

Die Indikatoren für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sind für Prognosen bezüglich des Zustandes der Weltwirtschaft nach wie vor sehr wichtig. Eine weitere Schlüsselposition bilden Arbeitslosenrate und Inflation. Gemeinsam können sie über das Wohlergehen der Verbraucher entscheiden und müssen daher ebenfalls kontinuierlich beobachtet werden. Nach einem sehr starken Jahr 2019 kann der Konsument eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, ob es in der Wirtschaft zu einem Schwenk kommt oder nicht. Sowohl der US-amerikanische Arbeitsmarkt wie auch die Kaufkraft der Konsumenten konnten sich gegen schwächer werdende Daten des verarbeitenden und nicht-verarbeitenden Gewerbes behaupten und befinden sich nach wie vor auf einem stabilen Niveau. Jedoch kann jedes Anzeichen von Stress bei diesem wichtigen Treiber der US-Wirtschaft weltweit zu einer pessimistischen Haltung unter Investoren führen. 

Während an den Aktienmärkten Höchststände alltäglich geworden sind, schützen wir uns vor der möglichen Kehrseite dieses Erfolges, denn wir befürchten, dass sich unter den Anlegern der globalen Aktienmärkte eine zu große Selbstzufriedenheit und Unbekümmertheit ausbreiten könnte.

Die politische Unsicherheit ist noch immer allgegenwärtig. Auf der einen Seite sehen wir die letzten Wahlen im Vereinigten Königreich von England. Ihr Ausgang dürfte den weiteren Verlauf des Brexit maßgeblich beeinflussen. Auf der anderen Seite beobachten wir die Handelshemmnisse zwischen den USA und China, die, auch wenn partielle Einigungen immer wieder erreicht werden, weiterhin anhalten. 

Doch sind für Anleger mit einem breit aufgestellten internationalen Mandat die gegenwärtigen Unsicherheiten auch mit Chancen verbunden. So berücksichtigen wir zwar mögliche Risiken, sind uns aber auch stets der Chancen bewusst. Um diese aufzuspüren und zu nutzen, setzen wir unsere gesamten Daten-Ressourcen sowie ein weltweites Netzwerk von Experten ein.

 

Investieren Sie Ihr Geld, nicht Ihre Zeit

Geldanlage ist nicht immer einfach. Unserer Meinung nach sollte das aber so sein - einfach, individuell und transparent. Mit unserer digitalen Vermögensverwaltung.

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Risikohinweise: Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Vermögensanlage kann fallen oder steigen. Es kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens kommen. Bitte beachten Sie hierzu die Risikohinweise auf unserer Website unter https://wealthexpert.fidelity.de/rechtliche-hinweise. Herausgeber: FIL Fondsbank GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus, Tel. 069/77060-220