Ein stabiles Fundament ruht auf vielen Pfeilern. Diese Regel gilt nicht nur für den Bau von Häusern, sie ist genauso wichtig für den Aufbau eines Portfolios zur Geldanlage. So wie ein Statiker das passende Baumaterial wählen und dann klug kombinieren muss, damit Wände halten und Decken tragen, so entwickeln Experten für Geldanlagefragen aus verschiedenen Arten von Wertpapieren ein Anlagefundament. Das besteht aus Aktien, Anleihen und vielen weiteren Produkten, die auf Kapitalmärkten im Angebot sind. Wie stabil es ist, das offenbart sich, genau wie bei einem Haus, in Zeiten, in denen es ungemütlich wird.

Wer verstehen will, was so einem Anlagefundament seine Stabilität verleiht, wird überrascht sein. Es gibt nämlich ganz unterschiedliche Möglichkeiten, stürmisches Börsenwetter schadlos zu überstehen. Wie die konkret aussehen können, das zeigt ein Blick auf die beiden wichtigsten und bekanntesten Anlageklassen: Aktien und Anleihen. Sie stehen gewissermaßen für gegensätzliche Baumaterialien, verhalten sich wie biegsames Holz und harter Stein. 

Das sind zum einen die Aktien: Sie bieten die Chance auf hohe Kurssteigerungen, locken zudem mit der Aussicht auf Dividendenzahlungen als Gewinnbeteiligung. Allerdings sind sie windanfällig, die Kurse können vergleichsweise stark schwanken, biegen sich wie Äste im Wind. Ganz anders Anleihen: Sie stehen für regelmäßige Zinszahlungen. Die sind im Mittel zwar deutlich geringer als Aktienrenditen, dafür schwanken Anleihen aber auch weitaus weniger stark im Wert. Sie sind wie eine feste Schutzmauer.

Dank dieser unterschiedlichen Eigenschaften entwickeln Experten aus Aktien und Anleihen nicht nur unterschiedlich stabile und flexible Anlageportfolios. Sie können auch – wie ein guter Architekt – ganz unterschiedliche Stile und Ziele verfolgen. Grob gesagt: Je höher der Aktien- und je niedriger der Anleiheanteil in einem Anlagefundament, desto renditeträchtiger, aber auch riskanter wird das Portfolio – und umgekehrt. 

Wie viele Aktien und wie viele Anleihen machen aber die perfekte Mischung aus? Auf die Frage gibt es so viele Antworten wie Anleger. Denn jeder Einzelne hat eine andere Risikoneigung, jeder kann und will unterschiedlich viel Risiko aushalten. Der Eine hat schon unruhige Nächte beim bloßen Gedanken daran, dass im Sturm die Wände wanken. Die Andere schaut auf größtmögliche Rendite und scheut kein Risiko. Das Anlagekonzept Fidelity Wealth Expert ist auf diese Vielfalt der Ansprüche und Erwartungen eingestellt: Es bietet die Wahl aus insgesamt sieben verschiedenen Portfolios mit unterschiedlichen Risiko-Rendite-Strukturen. Der Aktienanteil der Portfolios bewegt sich je nach Risikoprofil zwischen 10 und 90 Prozent, der Anleiheanteil zwischen 0 und 80 Prozent. 

Anleger können dabei selbst entscheiden, wie viel festes und flexibles Baumaterial sie benötigen und kombinieren wollen. Ein wissenschaftlich fundierter Fragebogen hilft ihnen dabei, herauszufinden, wie viel Risiko sie bei der Anlage eingehen wollen und können. Auf Grundlage der Antworten analysiert dann ein komplexer Algorithmus, welche Kombination am besten mit den Anforderungen zusammenpasst.

Aktien, Anleihen, Alternative Investments – Anlageklassen klug kombiniert

Im Aktienteil fließt das Kapital weltweit in die unterschiedlichen Regionen Nordamerika, Europa, Asien und anderen Schwellenländer-Regionen. Jede Region wird dazu über einen eigens ausgewählten Aktienfonds abgebildet, gemanagt von Experten, die sich dort besonders gut auskennen und die attraktivsten Titel auswählen. Den Kern des Aktieninvestments bilden Industrieländer mit je einem Fonds für Nordamerika, Europa, Großbritannien und Japan. Dazu kommen als Beimischung ausgewählte Fonds, die in die Aktienmärkte der Schwellenländer und Asien investieren. Hier schwanken die Kurse mitunter noch stärker – die Investments in Schwellenländern oder Asien sind innerhalb der Anlageklasse Aktien aber auch die renditeträchtigsten Papiere. 

Im Anleiheteil der Portfolios kommt einerseits ein Fonds für solide Unternehmens- und Staatsanleihen zum Einsatz. Beigemischt ist zudem ein Fonds für sogenannte Hochzinsanleihen. Hier gilt entsprechend dem Aktienteil: Die soliden Titel bilden die breite Basis, die risikoreicheren Anleihen die Zugabe. Zudem investieren die Manager noch einen kleinen Teil des Geldes in sogenannte Alternative Investments, die für gewöhnlich nur Profi-Anlegern vorbehalten sind. Das können Immobilienanlagen sein, Rohstoffe, Anlagen in soziale Infrastruktur oder Projekte rund um erneuerbare Energien. Die Experten können schließlich auch noch einen Teil des Kapitals vorübergehend am Geldmarkt parken, um ihr Pulver in unruhigen Zeiten trocken zu halten.

Ein festes Fundament dank vieler Einzelteile 

Gerade die Vielfalt an Baumaterialien, also Anlageklassen und einzelnen Fonds, macht das Anlagefundament so stabil. Denn unterschiedliche Anlageklassen entwickeln sich nie gleichgerichtet und auch nie genau gegenläufig, sondern schwanken immer etwas unterschiedlich. Dadurch gleichen sich manche Bewegungen aus und das Gesamtkonstrukt kann auch herausfordernde Zeiten gut meistern. Nur am Rande: Es lässt sich sogar mathematisch beweisen, dass breit gestreute Gelanlagen im Durchschnitt bessere Anlageergebnisse erzielen als beispielsweise reine Aktien- oder Anleihedepots.

Beim Anlagekonzept Fidelity Wealth Expert wird die Zusammenstellung der richtigen Baumaterialien übrigens gleich durch zwei Arten von Experten übernommen: Zunächst sorgen die einen Experten für die Suche nach den besten Anlageexperten, den Fondsmanagern. Und diese wiederum fügen dann die besten Teile in ihrem Fonds zusammen.

Portfolios mit Expertise und ruhiger Hand

Die Anlageexperten richten ihren Blick beispielsweise auf die langfristigen Effekte der aktuell durch Corona eingeschränkten Wirtschaftstätigkeit und bewerten die wirtschaftspolitischen Gegenmaßnahmen über die Krise hinaus. Sie bewerten auch, wie Geld- und Fiskalpolitik die Märkte und die kurzfristige Nachfrage stützen, indem sie Unternehmen und Haushalte entlasten. Und sie machen sie Gedankten darüber, ob durch die Anti-Krisenpolitik der Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage langfristig gestört wird, so dass es irgendwann zu höherer Inflation oder einer langfristigen Stagnation der Wirtschaft kommt. Je nach aktueller Datenlage passt Fidelity dann auch die Struktur der Portfolios bei Fidelity Wealth Expert an. Dabei arbeiten die Experten grundsätzlich mit ruhiger Hand und folgen ihrer langfristigen Strategie.

Experten prüfen Risiko-Rendite-Gewichtung der Portfolios 

In der börsentäglichen Risikoüberwachung werden die Experten von einem speziellen Computerprogramm unterstützt. Ein sogenannter Drift Detection Algorithmus reagiert automatisch auf die Entwicklung an der Börse, um das Portfolio stets auszubalancieren. Ein Beispiel: Entwickeln sich Aktienkurse eine Zeit lang schlecht, dann sinkt das Gewicht der Anlageklasse im Portfolio nach und nach. In diesem Fall würde Kapital aus anderen Anlageklassen in Aktien umgeschichtet, um die Balance wiederherzustellen.

In regelmäßigen Abständen wird auch die grundsätzliche Aufteilung der Portfolios überprüft. Diese Neuberechnung zur Portfolio-Optimierung ist ebenfalls auf mathematische Modelle gestützt. Auf Basis der Ergebnisse nehmen die Experten dann Anpassungen am Portfolio vor und suchen erneut nach den besten Baumaterialien, also den erfolgreichsten Fondsmanagern und diese wiederum nach den attraktivsten Titeln. So wird sichergestellt, dass die gewählte Risiko-Gewichtung in jedem Portfolio auf Dauer bestehen bleibt – und das Anlagefundament jederzeit stabil und flexibel bleibt. So wie ein gutes Bauwerk.

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