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Segeln gegen den Wind: Der Erholungskurs setzt sich fort

Fidelity Wealth Expert

Fidelity Wealth Expert - Investment Team

Im Fokus

Die US-Wahlen und das zähe Ringen um den Sieg brachte im Oktober Unruhe in die Märkte und führte zu einer kurzzeitigen Phase der Verunsicherung, die zusätzlich durch den erneuten Anstieg der Covid-19-Infektionsrate verstärkt wurde. Es ist absehbar, dass das Virus die Wirtschaft noch einige Zeit vor Herausforderungen stellen wird.

Den Blick auf 2021 gerichtet gewinnt die Frage an Bedeutung, wann und in welchem Umfang die Regierenden der USA fiskalische Stimulierungsmaßnahmen auf den Weg bringen.

Kompaktes Live-Update

Wie haben sich die Märkte im letzten Monat entwickelt? Und wie konnten sich die Anlagestrategien von Fidelity Wealth Expert behaupten? Oliver Dreiskämper, Produktmanager Fidelity Wealth Expert, und Andreas Telschow, Kundenbetreuer, kommentieren den Marktbericht jeden Monat in einem kompakten Live-Update.

Zur Aufzeichnung
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Bessere Daten inmitten des Ausbruchs der zweiten Viruswelle

Die Wirtschaftsaktivität bleibt hinter der Dynamik zurück, welche noch zu Jahresbeginn, bevor die Auswirkungen der Pandemie an den Märkten sichtbar wurden, zu verzeichnen war. Trotzdem sorgten in der Berichtsaison die Daten der Bereiche Neueinstellungen sowie des Wohnungsmarktes für eine positive Überraschung und Umfragen im verarbeitenden Gewerbe senden ebenfalls Signale aus, die auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung in den Industrieländern sprechen. Eine leichte Eintrübung dieser Entwicklung kalkulieren wir angesichts des erneuten Anstieges der Virusausbreitung mit ein und erwarten, dass sich die Notenbanken eher zurückhaltend dazu verhalten. Die Zinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau und durch den Kauf von Anleihen werden die Märkte bereits gestützt. Notwendige fiskalische Maßnahmen der US-Regierung wurden in den letzten Wochen nicht auf den Weg gebracht und auch nach der Wahl besteht über das Ausmaß wie auch über den Zeitpunkt eines möglichen Entlastungspaketes weiterhin Ungewissheit. Im Hintergrund lauern geopolitische Spannungen. Die laufenden Brexit-Gespräche zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU sowie die Verhandlungen zwischen den USA und China werden in den kommenden Monaten wahrscheinlich eine Schlüsselrolle einnehmen. Vor dem Hintergrund des Wahlausgangs erwarten wir, dass die US-Regierung weiterhin in der Sache hart um ihre Standpunkte ringen wird, doch denken wir, auf längere Sicht wird sich eine Gesprächs- und Verhandlungskultur etablieren, die weniger Unruhe in die Märkte trägt.

Bevorzugung des Kreditrisikos gegenüber dem Aktienrisiko

Unsere Anlageexperten geben dem Kreditrisiko gegenüber dem Aktienrisiko den Vorzug. Zum einen profitiert die Anlageklasse nach wie vor von den bestehenden Maßnahmen der Notenbanken, zum anderen haben Anleiherenditen unserer Einschätzung nach den Bodensatz erreicht. Es spricht einiges dafür, dass sich für die Anlageklasse Aufwärtsdruck entfaltet. Ein Anstieg der Inflation, sich festigende Wirtschaftsdaten oder auch die baldige Zulassung eines Covid-19-Impfstoffs könnten den Anstoß dazu geben.

Wir erwarten zudem, dass vorrausschauende Notenbanken bereits bestehende Maßnahmen zur Unterstützung der Anlageklasse weiterlaufen lassen und falls notwendig ausbauen werden. Auf längere Sicht betrachtet ist die Anlageklasse unserer Einschätzung nach bullish. Wir planen daher die Anlagedauer zu verlängern und die stabilisierende Wirkung, welche die Anlageklasse, wenn die Märkte wieder volatiler werden, bietet, für unsere Portfolios zu nutzen.

Einschätzungen zur näheren Zukunft

Unsere Haltung gegenüber Aktien ist neutral. Die positive Entwicklung der Märkte über die letzten Wochen hinweg zeigt, dass diese den zu erwartenden Aufschwung bereits eingepreist haben und die Kurse die zu erwartende Entwicklung vorwegnehmen. Wir halten eine signifikante Abweichung von dieser Tendenz für unwahrscheinlich und obwohl die hohen Bewertungen Unternehmen unter Druck setzten, sehen wir insbesondere in den USA, noch Potenzial nach oben. So sind unsere Anlageexperten optimistisch, dass wir uns von der Rezession in die frühe Phase eines Erholungszyklus bewegen, dabei kalkulieren sie kurzfristige Marktschwankungen mit ein, die während dieser von Optimismus getragenen Entwicklung besonders in der Anfangsphase auftreten könnten.

Eine unübersehbare Spaltung der Gesellschaft und Unruhen kennzeichneten die US-Wahlen. Mit dem eindeutigen Wahlausgang und dem damit verbundenen Regierungswechsel allein ist dieser Riss in der Gesellschaft noch nicht überwunden, doch wird nach unserer Einschätzung mit dem Regierungswechsel ein Annäherungsprozess und der Beginn einer Phase der Deeskalation wahrscheinlicher.

Die Covid-19-Krise ist weiterhin der bestimmende Faktor und so zwingt der Anstieg der Infektionszahlen die Regierenden in Europa erneut dazu, gesellschaftliche Kontakte einschränken zu müssen. Regionale Lock-Downs außerhalb Europas sind nicht geplant, aber auch nicht vollkommen auszuschließen.

In Asien, insbesondere in den asiatischen Schwellenländern, wird sich der Aufschwung fortsetzen und festigen. In den USA, dem Vereinigten Königreich und in Lateinamerika hängt die weitere Entwicklung stark vom Verhalten der Verbraucher ab und ist noch nicht klar absehbar. In Europa muss eine Verlangsamung der positiven Entwicklung hingenommen werden, da der Dienstleistungssektor durch die jüngsten Maßnahmen zur Einschränkung der Infektionsrate stark geschwächt wird. Längerfristig werden die zu erwartenden Impfstoffe für Entlastung sorgen und die Erholung der Wirtschaft vorantreiben.

Die Zyklen im Blick

Konjunkturzyklus
Im gleichen Ausmaß, in dem die Märkte sich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die weltweite Wirtschaftsaktivität voll bewusst werden, besteht auch die Möglichkeit, dass die nächste Phase der Erholung schwieriger wird. Das Global-Makro-Team von Fidelity bleibt jedoch in Bezug auf die weltweiten Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2021 konstruktiv.

Politikzyklus
Um eine Haushaltsklippe zu vermeiden muss die US-Wirtschaft substanzielle fiskalische Anreize erhalten. Auslaufende Konjunkturprogramme und Steuersenkungen könnten ohne angemessene Anschlussprogramme die positive Entwicklung gefährden. Die Notenbanken werden auf absehbare Zeit eine akkommodierende Rolle einnehmen und die Niedrigzinspolitik fortsetzen.

Ertragszyklus
Die Unternehmen halten der Revision stand. Insbesondere in den USA und in den Schwellenländern liefern Überprüfungen positive Ergebnisse. Auch bei Unternehmen in anderen Regionen der Welt fällt die Einschätzung unserer Analysten im Schnitt positiv aus.

Kreditzyklus
Trotz positiver makroökonomischer Überraschungen sind die Ausfälle in den letzten Monaten gestiegen, es zeichnet sich ein Kreditausfallzyklus ab.

Risikohinweise: Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Vermögensanlage kann fallen oder steigen. Es kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens kommen. Bitte beachten Sie hierzu die Risikohinweise auf unserer Website unter https://wealthexpert.fidelity.de/rechtliche-hinweise. Herausgeber: FIL Fondsbank GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus, Tel. 069/77060-220