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Alles bleibt anders

Fidelity Wealth Expert

Fidelity Wealth Expert - Investment Team

 

Einblicke und Ausblicke zum aktuellen Marktgeschehen 

Wir haben uns für eine etwas sperrige Überschrift entschieden. Denn das, was auf der Welt geschieht, ist ebenfalls sperrig. Es ist widersprüchlich und kann unterschiedlich gedeutet werden. Aber schauen wir uns die Fakten genauer an. 

Die Blicke der Analysten sind auf den US-amerikanischen Verbraucher gerichtet. Seine Kaufkraft und sein Konsumverhalten spiegeln nicht nur ein Stück weit den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt wider, beide Faktoren nehmen auch Einfluss auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Die Rahmenbedingungen 

Sowohl für das verarbeitende wie auch für das nicht-verarbeitende Gewerbe wurde in den USA ein Umsatzrückgang festgestellt. Ferner deutet eine Umfrage unter führenden CFOs darauf hin, dass sich bei US-amerikanischen Unternehmen im Bereich Investitionsausgaben ein Engpass abzeichnet. Der Arbeitsmarkt der USA ist stark. Der US-amerikanische Verbraucher auch. Aber wie lange noch? 

Im Gegensatz zu Deutschland sind die Vereinigten Staaten von Amerika keine Exportnation. Entsprechend bedeutsam ist der US-amerikanische Binnenmarkt und mit ihm die Menschen, die diesen Markt bestimmen. Der Aktienmarkt der Vereinigten Staaten von Amerika ist wie vielleicht kein anderer vom Konsumenten abhängig. Aus diesem Grund beobachten wir die Entwicklung und jedes Anzeichen einer Schwäche sehr genau.

Risikoreichere Anlagen haben sich positiv entwickelt 

Die Ertragssaison verlief besser als erwartet und im Handelsstreit zwischen den USA und China schien zwischenzeitlich sogar eine vorübergehende Waffenruhe möglich. Vor diesem Hintergrund setzten risikoreichere Anlagen ihre Aufwärtsentwicklung fort und Anfang November erreichten die Aktienmärkte in den USA sogar ein neues Allzeithoch.  

Gleichzeitig fielen die Kurse für Staatsanleihen. Für Investoren eröffnen sich damit wieder neue Renditechancen. Interessant ist aber auch, dass diese Anlageklasse damit auf die positiven Ausschläge von risikoreicheren Anlageformen wieder so reagiert wie man es eigentlich erwarten dürfte. Wird der Markt also wieder etwas berechenbarer? Immerhin konnten wir vergleichbar traditionelle Reaktionen im übrigen Jahr 2019 in dieser Anlageklasse eher nicht beobachten.

Verlieren wir dabei eines nicht aus den Augen: Die Renditen von Anleihen bewegen sich noch auf sehr niedrigem Niveau. Auch macht eine Reaktion, die eher im Erwartungshorizont liegt, den Markt insgesamt noch nicht berechenbar. Prognosen für das restliche Jahr sind, trotz neuer Höchststände zahlreicher bedeutender US-amerikanischer Aktienindizes, alles andere als zuverlässig. In ihrer Gesamtheit sind die Signale nach wie vor zu widersprüchlich. So besteht unverändert eine Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und der guten Performance von risikoreicheren Anlagen - oder löst sich diese Diskrepanz gerade auf und wir sind die Zeugen dieses Prozesses? Es gibt durchaus einige Indizien, die darauf hindeuten. Die Daten werden besser. Die Zinskurve dreht nach oben. Und zyklische Aktien zeigen eine starke Performance. In all dem könnten aufmerksame Beobachter durchaus eine Verringerung der Kluft zwischen Fundamentaldaten und der Performance von risikoreicheren Anlagen sehen. Aber können wir uns auch darauf verlassen, dass es in diese Richtung weiter geht? Wir denken, angetrieben von einer weiteren Verlangsamung der US-amerikanischen Konjunktur, kann genauso gut das Gegenteil eintreten. Die Erträge von Technologieunternehmen können jederzeit umschwenken und zyklisch der konjunkturellen Entwicklung folgen.

Beide Szenarien können eintreten. Noch befinden sie sich in der Balance. Am Ende könnte der US-amerikanische Verbraucher darüber entscheiden, zu welcher Seite hin sich dieses Gleichgewicht neigt. 

Schauen wir uns die makroökonomischen Grundlagen noch einmal an 

Das verarbeitende Gewerbe ist nach wie vor schwach und auch die Daten des nicht-verarbeitenden Gewerbes haben sich inzwischen im unteren Bereich eingependelt. Doch ließ sich der Arbeitsmarkt davon bisher nicht beeindrucken. Er blieb stabil, was auf eine unverminderte Kaufkraft der Verbraucher schließen lässt. Trotzdem gingen die Einzelhandelsumsätze nach einer sehr deutlichen Aufwärtsentwicklung wieder auf das übliche Niveau zurück. Umfragen unter CFOs in allen Branchen lassen auf eine schwache Investitionstätigkeit von Unternehmen schließen. Eine wachsende Zahl von CFOs prognostiziert sogar für Ende 2020, Anfang 2021 den Beginn einer Rezession. Die chinesische Wirtschaft konnte sich zwischenzeitlich gegenüber den Tiefstständen des vierten Quartals 2018 deutlich verbessern. Doch die gezielten Impulse der chinesischen Politik verlieren auch schon wieder an Wirkung. Den Rest der Welt vermochten sie ohnehin nicht voranzutreiben. 

So viel auf der Welt in den letzten Wochen auch geschehen sein mag, eines blieb unverändert: Sie ist nach wie vor schwer kalkulierbar. Wir können nicht sagen, was genau die Zukunft bringt. Aber wir können unsere Sichtweisen ändern, unterschiedliche Perspektiven einnehmen und uns auf alles, was kommen könnte vorbereiten. 

Vor dem Hintergrund sehr widersprüchlicher Signale bleiben wir zwar bei unserer kritischen Haltung, doch geben wir auch der Möglichkeit Raum, dass sich die Märkte trotz schwacher Fundamentaldaten behaupten und sich weiterhin positiv entwickeln. 

Unser Team berücksichtigt beide Möglichkeiten und bereitet sich sowohl auf einen Bullenmarkt-Zyklus wie auch auf einen Bärenmarkt-Zyklus vor.   

Unter Nutzung des gesamten Leistungspotenzials der weltweiten Analystenteams von Fidelity lassen sich regionen- und kapitalstrukturübergreifend Chancen lokalisieren. Unser Ziel ist es, stark unterbewertete Vermögenswerte zu finden, die das Potenzial haben, im Vergleich zum weltweiten Wachstum positiv zu überraschen und gleichzeitig die besten defensiven Vermögenswerte zur Absicherung gegen Abwärtstrends ausfindig zu machen.            

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