Zum Frohen Fest auch an später denken

Gut jeder zweite Deutsche bekommt Weihnachtsgeld. Auch wenn wir in Konsumlaune sind, landet längst nicht alles davon auf dem Gabentisch. Eine Gelegenheit, auch an später zu denken und einen Teil des Geldes anzulegen.

Zu Weihnachten lieben wir es traditionell. Wir feiern vorwiegend in der Familie und legen großen Wert auf das harmonische Beisammensein. 59 Prozent der Deutschen verbringen Weihnachten mit dem Partner, 44 Prozent mit den eigenen Kindern und 35 Prozent mit den Eltern, so eine repräsentative Umfrage des Handelsunternehmens QVC in Deutschland aus dem vergangenen Jahr. Nicht nur unser Herz, auch die Geldbörse öffnen wir gern weiter als sonst im Jahr. „Konsumlust zu Weihnachten auf konstant hohem Niveau“, konstatierte Ernst & Young in einer Studie. 2018 sieht das Wirtschaftsberatungsunternehmen unser Weihnachtsbudget nochmals um sechs Prozent auf 282 Euro je volljährigen Bundesbürger wachsen. Kein Wunder: Seit Jahren steigen die Reallöhne. Und mehr als jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland erhält sogar Weihnachtsgeld – im Schnitt 2.583 Euro, wie das Statistische Bundesamt Anfang November dieses Jahres mitteilte. Das sind 2,3 Prozent mehr als 2017.

Was tun mit der guten Gabe?

Gleichwohl sind die Unterschiede bei der Zugabe des Arbeitgebers zum Jahresende erheblich. Während Beschäftigte ohne Tarifvertrag häufig leer ausgehen, kassieren Mitarbeiter von Großkonzernen der Automobilindustrie nicht selten mehr als 8.000 Euro durchschnittlich. Tarifbeschäftigte im Bereich Energie erhalten 4.770 Euro. Das Weihnachtsgeld landet jedoch nicht komplett auf dem Gabentisch. Die Deutschen nutzen es auch, um lästige Kredite abzulösen, offene Rechnungen zu bezahlen oder den nächsten größeren Urlaub zu planen. Wenn man das Geld jedoch nicht schon fest verplant hat, „dann ist es doch eine prima Gelegenheit, etwas beiseite zu legen, zum Beispiel damit anzufangen, fürs Alter vorzusorgen“, rät Prof. Andreas Hackethal, Finanzexperte von der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Altersvorsorge und Weihnachten? Das mag für viele auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammenpassen. Aber auf den zweiten Blick sind diejenigen, die ihr Weihnachtsgeld auch für die eigene Altersvorsorge, die des Partners oder der eigenen Kinder nutzen, gut beraten. Allemal, wenn man bedenkt, wie viele Geschenke nicht den Wünschen des Beschenkten entsprechen und umgetauscht oder gar weggeschmissen werden.

Aktien als Geschenk? Warum denn nicht...

Da lohnt ein Blick über den großen Teich, nicht etwa, weil dort weniger unnütze Geschenke gekauft werden. Aber in den USA ist es durchaus üblich, zu Weihnachten auch mal Wertpapiere zu verschenken. Aktien sind dort etwas völlig Normales - auch bei der Altersvorsorge. Von der Aktienkultur in den USA dürfen wir Deutsche durchaus etwas lernen, meint auch Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. So verzeichnet der DAX in den vergangenen 50 Jahren eine Rendite von etwa acht Prozent. Dazu kommen im Idealfall noch ausgeschüttete Dividenden. Damit kann keine andere Anlageform langfristig mithalten, insbesondere im derzeitigen Niedrigzinsumfeld. Allerdings halten nur neun Millionen Bundesbürger Aktien in Form von Einzeltiteln oder Investmentfonds im Depot. Das sind nicht einmal zehn Prozent der Bevölkerung. In den USA sind es mehr als 35 Prozent.

Jetzt Zeit nehmen und in Ruhe die Zukunft planen

In Deutschland wird das Thema private Altersvorsorge häufig verdrängt - nicht nur zu Weihnachten. Die Folge konstatiert Markus M. Grabka in einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Altersabsicherung in Deutschland: „Etwa die Hälfte der Personen aus rentennahen Jahrgängen wird bei Eintritt in den Ruhestand ihren privaten Konsum einschränken müssen, da ihre Rentenanwartschaften nicht ausreichen werden, den aktuellen Konsum zu finanzieren.“ Die potenzielle Versorgungslücke betrage durchschnittlich 650 Euro monatlich, so die DIW-Studie. Geld ist gewiss nicht alles. Aber es schadet nicht, sich zu Weihnachten auch einmal anders als vielleicht üblich Gedanken über Geschenke zu machen. Rational kalkulierte Aktienfondsinvestments in den eigenen Ruhestand oder die Altersvorsorge der nächsten Angehörigen müssen nicht im Widerspruch zum Fest der Liebe stehen. Sie können auch zu harmonischen Weihnachtsfesten beitragen, wenn Familien ganz ohne finanzielle Sorgen unter dem Festtagsbaum feiern können.

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